Deutsch

Nach der Auswertung der Testergebnisse mit den Eltern fördern wir unsere Schüler entweder einzeln, im Zweierteam oder in Kleingruppen (bis zu 6 Schüler).
Im Unterschied zu Nachhilfe ist bei der Förderung der aktuelle Wissensstand unabhängig von der Klassenstufe des Kindes ausschlaggebend. So kann das Kind im eigenen Lerntempo durch genau abgestimmte Förderinhalte wieder Vertrauen in seine Fähigkeiten aufbauen.

Das Gruppentraining empfehlen wir, wenn die Ergebnisse der Hamburger Schreib- und Leseprobe im schwachen Bereich liegen und während des Tests kein unkonzentrierter Arbeitsstil beobachtet wurde.

Das Intensivtraining (einzeln oder zu zweit) empfehlen wir, wenn die Ergebnisse der Hamburger Schreib- und Leseprobe im sehr schwachen Bereich liegen und während des Tests ein unkonzentrierter Arbeitsstil beobachtet wurde.
Im Intensivtraining wird nach der AFS-Methode gearbeitet: Die Aufmerksamkeit wird thematisiert und spielerisch auf den folgenden Inhalt der Förderung gelenkt. Es folgt ein Wahrnehmungs-/Funktionstraining, wodurch die Sinne für das anschließende Symboltraining mit Buchstaben geschärft werden. Ein sehr wichtiger Bestandteil der Intensivförderung ist, dass der Förderlehrer ständig seine Aufmerksamkeit dem Schüler bzw. den beiden Schülern gibt und sofort Rückmeldung gibt: Lob bei Erfolg, Ermutigung bei Problemen, Hilfestellung bei Fehlern. So wird die Aufmerksamkeit und Konzentration der Kinder geschult. Die Kinder spüren, dass sie angenommen werden, so wie sie sind, ihr Selbstvertrauen wächst und die Motivation zum Dazulernen steigt. 

Um  das Lesen und Schreiben zu verbessern setzen wir das Material „Laute – Silben – Wörter“ in Verbindung mit Lautgebärden von Fr.Dr. Lisa Dummer - Smoch und das Jenaer Rechtschreibtraining von Dr. Thomas Grüning ein.

Ziele der Förderung sind also, die Schüler umfassend zu stärken: Das Selbstbewusstsein verbessern, die Motivation zum Lernen erhalten oder wieder wecken und natürlich die Leistungen im Lesen und Schreiben steigern.

Hier können Sie einen Testtermin vereinbaren: Öffnet internen Link im aktuellen FensterKontaktformular.

 

Ziele des Schulunterrichts in „Deutsch“ sind laut Thüringer Lehrplan für Grundschulen  der Erwerb fachspezifischer Kompetenzen in den Lernbereichen: Hör-/Hör-Sehverstehen; Sprechen; Leseverstehen; Schreiben;  über Sprache, Sprachverwendung und Sprachenlernen reflektieren.

Etwa 8% bis 12% aller Menschen erreichen diese Ziele nicht, weil sie an einer Lese-/Rechtschreibstörung (Legasthenie) oder einer Lese-Rechtschreib-Schwäche leiden.
Hierunter versteht man spezifische Schwächen, die sich ausschließlich beim Lesen und (Recht-) Schreiben zeigen, obwohl keine Beeinträchtigung in der geistigen Entwicklung festzustellen sind und somit eine normale bis überdurchschnittliche Intelligenz vorliegt.
Eine Diagnose  kann nur durch das Prüfen der Schreib- und Leseleistung mit standardisierten Tests und den Vergleich dieser Ergebnisse zum Intelligenz- quotienten (IQ-Test) gestellt werden.
Symptome sind stets spezifischer Natur, das bedeutet, dass nicht immer alle Symptome auf ein Kind zutreffen müssen, umgekehrt eine Symptomauflistung auch niemals den Anspruch auf Voll- ständigkeit erheben kann, da stets neue Symptome auftreten können.  

In der Regel kann man allerdings folgende Symptome immer wieder beobachten:

  • Langsames und stockendes Lesen
  • Probleme beim Erkennen und Benennen von Buchstaben
  • Verwechseln von Buchstaben, entweder aufgrund ihrer Ähnlichkeit im Aussehen b - d - p - q (Raumlage) oder aufgrund ihres ähnlichen Klanges (d - t, g - k, b - p, ...)
  • Erraten und somit auch Verwechseln von Wörtern
  • Probleme beim Nachsprechen langer Wörter (z.B. Lokomotive, Schifffahrtskapitän, Leuchtturmwärter, ...)
  • Eigene Sprachprobleme
  • Probleme beim Zusammenschleifen von Buchstaben und Lauten
  • Viele Fehler in der Rechtschreibung, die im Rahmen der Diagnostik untersucht und Problemfeldern zugeordnet werden müssen.
  • Probleme beim Schreiben lautgetreuer Wörter (= Wörter, die man so schreibt wie man sie spricht, z.B. Blume) nach Diktat (Lautsynthese)

Mit dem AFS-Test kann überprüft werden, ob die Ursache dieser Symptome bereits im Wahrnehmungsbereich zu finden ist. Deren Ursache wiederum ist genbedingt, man spricht von einer Lese-Rechtschreib-Störung oder Legasthenie.
Grundsätzlich spricht man von einer Primärlegasthenie, wenn man Folgendes beobachten kann:

- Eine zeitweise Unaufmerksamkeit des Kindes beim Schreiben und Lesen, d.h. wenn es unmittelbar mit Buchstaben beschäftigt ist.
- Differente Sinneswahrnehmungen, die nicht ausreichend für das Erlernen des Schreibens und Lesens geschärft sind.
- Durch unscharfe Sinneswahrnehmungen und die daraus folgende Unaufmerk-samkeit entstehen Wahrnehmungsfehler.


Eine Lese-Rechtschreib-Schwäche kann durch verschiedene Einflussfaktoren wie Lerndefizite, sonstige psychische Probleme, ungünstige Unterrichtsmethoden  verursacht werden.
Die Geschlechterverteilung belegt das Auftreten dieser Lese- Rechtschreib-schwäche im Verhältnis von etwa 1 : 3 zu Ungunsten der Jungen, wobei man davon ausgeht, dass dies auf eine unterschiedliche Motivationslage zurückzu- führen ist und nicht wie vielfach angenommen auf eine geschlechtsspezifische Neigung zu Entwicklungsverzögerungen oder ähnlichem.

Auch Kombinationen mit einem ADS bzw. ADHS sind denkbar. Dabei kann eine Lese- Rechtschreibschwäche aufgrund des ADS bzw. ADHS verursacht werden, die Ursache für ein ADS bzw. ADHS liegt allerdings nicht in einer Lese- Recht- schreibschwäche begründet.

Weitere Informationen:

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